Es wird leidenschaftlich darüber diskutiert, ob es notwendig und sinnvoll ist, Vitamine und Mineralien über Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, oder nicht. Eine Möglichkeit, sich ausreichend mit allen nötigen Vitaminen zu versorgen, ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Leider ist dies bei unserer “ungesunden, modernen Lebensweise” mit viel zu viel Fast Food und zu wenig naturbelassenen Lebensmitteln häufig nicht der Fall. Daher kann es je nach Lebenssituation durchaus notwendig sein, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Man muss dabei beachten, dass die empfohlene tägliche Zufuhr der verschiedenen Vitamine eingehalten wird.Was sind Vitamine?
Vitamine sind organische Substanzen, die der Organismus unbedingt benötigt um lebenswichtige Funktionen aufrecht zu erhalten, aber nur bedingt oder gar nicht selbst herstellen kann. Daher müssen Vitamine regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden.
Der Vitaminbedarf ist individuell unterschiedlich. Bei körperlichem und psychischem Stress, bei Krankheiten, in der Schwangerschaft und während der Stillzeit, sowie bei Rauchern und bei übermäßigem Alkoholkonsum ist der Bedarf erhöht.
Vitamine werden in zwei Gruppen eingeteilt: fettlöslich und wasserlöslich.
Zu den fettlöslichen gehören die Vitamine A, D, E und K. Ihre Aufnahme erfolgt in Kombination mit Nahrungsfetten. Werden mehr Vitamine zugeführt als benötigt, werden sie im Körper gespeichert. Sie können nur in sehr geringen Mengen über den Darm wieder ausgeschieden werden, dadurch können bei übermäßiger Zufuhr zu hohe Konzentrationen erreicht werden. Ein Zuviel an Vitaminen kann ebenso wie ein Mangel die Gesundheit gefährden.
Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören das Vitamin C und die Vitamine des B-Komplexes (B1,Thiamin; B2, Riboflavin; B6, Pyridoxin; B12, Cobalamin; B3,Niacin; B5, Pantothensäure; B9, Folsäure; B7, Biotin; neuerdings auch B13, Ortosäure (und B15, Pangametin). Diese Vitamine können nur in geringen Mengen gespeichert werden (außer B3,Cobalamin) und müssen daher regelmäßig zugeführt werden. Überschüssige Mengen werden vom Körper über die Niere ausgeschieden.
Fettlösliche Vitamine
Vitamin A
Nährstoffbeschreibung
Aufnahme aus tierischen Lebensmitteln im Darm als Retinol, aus pflanzlichen Lebensmitteln als Vitaminvorstufe ß-Carotin.
Wegen unterschiedlicher Resorbierbarkeit von Retinol und ß-Carotin ist der Begriff Retinoläquivalent eingeführt worden. Ein Retinol-Äquivalent ist wirkungsgleich mit 1 mg Vitamin A oder 6 mg ß-Carotin (Nach neueren Untersuchungen 12 mg ß-Carotin). Laut Europäischer Richtlinie (2002/46/EG) darf Vitamin A Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Retinol und als ß-Carotin zugesetzt werden.
Stoffwechsel
Vitamin A wird zu 80% und ß-Carotin zu 30-50% resorbiert und zu 50-80% in der Leber gespeichert. Direkt aufgenommenes oder in der Leber gespeichertes Retinol gelangt mit Hilfe von Transportproteinen zu allen Körperzellen. Ausgeschieden wird von der Leber verändertes Retinol über die Niere.
Funktion
Vitamin A ist bei der Entwicklung der Keimzellen und bei der embryonalen Entwicklung von Bedeutung. Weiterhin ist Vitamin A bei der Proliferation und Differenzierung von Epithelien und bei der Organreifung und der Ausbildung der Sinnesorgane notwendig.
Vorkommen
Tierische Lebensmittel, wie Leber, Milch- und Milchprodukte, Eigelb, und Fisch enthalten Vitamin A. Farbige Gemüse wie Karotten, Tomaten, Spinat enthalten ß-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A. Bei schonender Zubereitung können die Vitamin-A-Verluste durch Hitze und Lichteinwirkung bei etwa 20% gehalten werden.
In 100 g gekochten mit Fett zubereiteten passierten Möhren sind 2 mg Vitamin A oder 12 mg Retinol-Äquivalente enthalten. Bei Verzehr von rohen Karotten wird ß- Carotin nicht resorbiert.
Reich an ß Carotin (mg/100 g verzehrbarer Anteil) sind Grünkohl (8,7), Karotten (8,5), Petersilie (5,9), Wirsing (4,7), Feldsalat (4,0), Paprika rot (3,5), Chicoree (3,4), Spinat (3,3), Kürbis (3,1), Kopfsalat (1,5), Endivien (1,1).
Am reichhaltigsten an Vitamin A ist Leber, in Abhängigkeit von der Fütterung können sehr hohe Werte erreicht werden. Geflügelleber (12,8), Hammelleber (9,5), Kalbsleber (21,9), Rindsleber (15,3), Schweineleber (39,1), Leberwurst grob(8,3), Leberwurst mager (1,7), Hühnereigelb getrocknet (1,1),Butterschmalz (0,9), Pfanzenmargarine (0,6), Palmöl (9,4).
Bedarf
Der Bedarf an Vitamin A wird aus tierischen Lebensmitteln und ß-Carotin aus pflanzlichen Lebensmitteln gedeckt. Der tägliche Bedarf wird auf 0,8 mg für Frauen und 1,0 mg für Männer geschätzt. Schwangere und Stillende haben einen höheren Bedarf. Die Sicherheitsbreite liegt zwischen 0,8 mg/Tag und 3,0 mg/Tag.
Bedeutung für die Gesundheit
Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A ist für die Infektabwehr und bei der Abschwächung der Wirkung krebserregender Substanzen von Bedeutung.
Anzeichen für einen Vitamin-A-Mangel sind Sehstörungen, schuppige Haut und höhere Infektanfälligkeit. Ein Mangel kann bei Resorptionsstörungen oder als Folge von Alkoholmissbrauch auftreten.
Risikoabschätzung
Unter einer gemüsereichen abwechslungsreichen Mischkost ist ein Vitamin-A-Mangel nicht zu befürchten. Eine zu hohe Vitamin-A-Zufuhr kann Leberschädigungen hervorrufen. Alkoholkonsum und bereits bestehende Lebererkrankungen verstärken die Vitamin-A-Wirkung. Chronisch hohe Vitamin-A-Zufuhr kann auch möglicherweise zu verminderter Knochendichte führen.
In Nahrungsergänzungsmitteln sollte die Tagesdosis für Erwachsene höchstens 0,4 mg Vitamin A und für Kinder im Alter von 4 und 10 Jahren höchstens 0,2 mg betragen.
Bei Erkrankungen, die mit Störungen der Resorption einhergehen, kann es zu einem Mangel an Vitamin A kommen. Mangel an Vitamin A bei unzureichender Zufuhr oder gestörter Resorption kann zu Nachtblindheit, Hornhauttrübungen und Störungen der Zahnentwicklung und des Knochenwachstums führen.
Vitamin D
Nährstoffbeschreibung
Vitamin D ist ein Sammelbegriff für verschiedene Substanzen mit Vitamin D-Aktivität. Vitamin D2 (Ergocalciferol) entsteht unter UV-Bestrahlung in der Haut aus dem mit pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommenen Ergosterin. Vitamin D3 (Cholecalciferol) findet sich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Lebensmitteln darf nur Vitamin D2 und Vitamin D3 zugesetzt werden.
Vitamin D ist hitzestabil kann aber bei angereicherter Milch durch Lichtexposition verloren gehen.
Stoffwechsel
Vitamin D, gleich ob mit der Nahrung aufgenommen oder in der Haut gebildet, wird in der Leber aufgenommen, umgewandelt und dann in der Niere in die biologisch aktive Form von Vitamin D das Calcitriol umgewandelt. Calcitriol wirkt dann als Hormon bei der Regulation des Calciumstoffwechsels und beim Knochenaufbau sowie generell bei zellulären Transportvorgängen. Das in der Leber nicht umgewandelte Vitamin D wird in der Muskulatur und in der Leber gespeichert.
Mit der Nahrung aufgenommenes Vitamin D wird zu etwa 80% resorbiert. Die Ausscheidung von Vitamin D erfolgt über die Galle.
Funktion
Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und ist damit maßgeblich am Stoffwechsel des Knochens und der Funktion der Muskeln und Nerven sowie der Gerinnung des Blutes beteiligt. Weiterhin wirkt Vitamin D bei der Regulation der Genexpression, und der Zellproliferation und -reifung.
Vorkommen
In der Nahrung kommt Vitamin D3 besonders in Fettfischen (1-27 µg/100g), Fischleberölen (15 ml Lebertran enthalten 34 µg), Eiern, Butter, Käse und Milch (1-2 µg/100 g) vor. Mit Vitamin angereicherte Lebensmittel wie Margarine und Mischfetterzeugnisse enthalten bis zu 2,5 µg/100g, Milcherzeugnisse bis zu etwa 1 µg/100g.
Bedarf
Der tägliche Bedarf an Vitamin D beträgt nach DACH für Jugendliche und Erwachsene 5µg (200 IU) und für Säuglinge und ältere Erwachsene 10 µg. Eine IU = 0,025 µg, 1µg = 40 IU),
Aufgrund neuerer Daten empfehlen die Experten eine tägliche Zufuhr von 20-25 µg, und es gibt Hinweise, dass im Alter vorübergehend höhere Dosen bis zu täglich 100 µg erforderlich sind. Zur Beurteilung der Vitamin D Versorgung kann die von der Leber hydroxylierte Form des Vitamin D das 25-Hydroxycholecalciferol (25-OH-D) im Blut gemessen werden. Werte zwischen 30-74 ng/ml gelten als Normwerte.
Bedeutung für die Gesundheit
Eine optimale Zufuhr an Vitamin D reduziert das Risiko für verschiedene Organtumore, Autoimmunerkrankungen, psychische Erkrankungen und Muskelschwäche im Alter sowie in der frühen Kindheit das Risiko von insulinpflichtigem Diabetes.
Vitamin-D-Mangel führt zu einer unausgeglichenen Calciumbilanz. Eine Mangelversorgung kann bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wegen verminderter Resorption und im Alter durch geringere Aufnahme, weniger Einwirkung von UV-Licht, geringerer Umwandlung von Vitamin D in Calcitriol und verminderte Wirkung auftreten. Weiterhin kann ein Mangel bei Schwangeren, Stillenden, Säuglingen und Kleinkindern auftreten
Risikobewertung
Übermäßige Mengen an Vitamin D können bei üblicher Ernährung nicht aufgenommen werden. Auch übermäßige UV-Bestrahlung führt nicht zu einer Hypervitaminose D.
Bei übermäßiger Zufuhr von Vitamin D (ab einer längeren Verabreichung von 250-1250 µg/Tag) kommt es zu einer erhöhten Calciumaufnahme im Darm und zu einer verstärkten Knochenresorption. Schwangere sollten Tagesdosen über 12,5 µg/Tag nur nach strenger Indikation einnehmen.
Bei Vitamin-D-Mangel kommt es zu einer niedrigen Calciumkonzentration im Blut mit unzureichender Mineralisation des Skeletts und verminderter Muskelkraft.
Als Tageshöchstmenge in Nahrungsergänzungsmitteln werden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 5 µg sowie für ältere Personen über 65 Jahre 10 µg empfohlen.
Vitamin E
Nährstoffbeschreibung
Der Begriff Vitamin E ist eine Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende und synthetische Tocopherole und Tocotrienole (α-, β-, ɣ-, δ-Tocopherol und α-, β-, ɣ-, δ Tocotrienole). Vitamin E wird natürlicherweise nur in Pflanzen gebildet, wobei α-Tocopherol die höchste biologische Aktivität aufweist.
Vitamin E ist unlöslich in Wasser, hitzestabil aber leicht oxidierbar. Die im Stoffwechsel entstehenden Sauerstoffradikale oxidieren vorzugsweise Vitamin E, wodurch andere Nährstoffe und Metaboliten vor der Oxidation geschützt werden. Dadurch wirkt Vitamin E als Antioxidationsmittel. Als solches darf es Lebensmitteln als Zusatzstoff unter den Nummern E 306 bis 309 zugefügt werden.
Stoffwechsel
Das mit der Nahrung aufgenommene Vitamin E wird nur zu etwa 25-60% aufgenommen, bei Erkrankungen des Darmes ist die Resorption von Vitamin E noch geringer. Absorbiert werden α- und ɣ-Tocopherol gleichermaßen, aber ɣ-Tocopherol wird bevorzugt mit der Galle ausgeschieden. Möglicherweise hat ɣ-Tocopherol Eigenschaften, die dem α-Tocopherol fehlen.
Funktion
Vitamin E entfaltet im Stoffwechsel Wirkungen, die noch nicht alle vollständig geklärt sind. Sicher ist die antioxidative Wirkung. Zum Beispiel schützt es die lebensnotwendigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor der Oxidation. Dabei wird es selbst abgebaut. Das bedeutet, dass bei hoher Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Bedarf an Vitamin E steigt.
Darüber hinaus ist Vitamin E bei der Regulation der Signalübertragung und der Expression von Genen wirksam.
Vorkommen
Reich an Vitamin E sind Weizenkeim-, Sonnenblumen- und Olivenöl (Hauptanteil ist α-Tocopherol) sowie Maiskeim-, Soja- und Palmöl (Hauptanteil ɣ-Tocopherol). Relativ reich sind Eier, Vollkornprodukte, Nüsse und verschiedene Gemüsesorten.
Bedarf
Der Vitamin E Bedarf ist nicht genau bekannt. Zum Schutz der mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind 4mg/Tag zuzüglich 0,4 mg pro Gramm zugeführter mehrfach ungesättigter Fettsäuren notwendig.
Die empfohlene Zufuhr nach DACH beträgt 12 mg/Tag, für Schwangere 13 und für Stillende 17mg/Tag.
Bei gemischter Kost ist ein ernährungsbedingter Mangel an Vitamin E nicht zu befürchten. Ein Mangel ist denkbar bei chronischen Resorptionsstörungen oder bei sehr seltenen Transportstörungen.
Bedeutung für die Gesundheit
Wegen der antioxidativen Wirkung wird Vitamin E mit vielen Erkrankungen, die mit oxidativem Stress einhergehen, in Verbindung gebracht. Es wird vermutet, dass Vitamin E bei degenerativen Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs und Morbus Alzheimer vorbeugend wirksam ist und diese Krankheiten positiv beeinflussen kann. Für das α-Tocopherol fehlen bisher Beweise. Nach neueren Untersuchungen kommt dem ɣ-Tocopherol bei derartigen Erkrankungen möglicherweise größere Bedeutung zu.
Risikobewertung
Verglichen mit Vitamin A und Vitamin D gilt Vitamin E als nicht toxisch.
Grundsätzlich kann eine unkontrollierte Zufuhr hoher Mengen an Vitamin E bei Patienten mit erhöhter Blutungsneigung (genetisch bedingt, erworben, oder medikamentös bedingt) mit einem erhöhten Blutungsrisiko behaftet sein. Ab einer Dosis von etwa 50-100 mg/Tag aus Nahrungsergänzungsmitteln kann die Funktion der Blutplättchenfunktion vermindert und die Wirkung von Cumarin (Marcumar) verstärkt werden.
Bei einer Verabreichung von 800 mg wurden in Einzelfällen Magen- und Darmbeschwerden beobachtet.
Nach DACH wird für den Erwachsenen eine Menge von 200 mg/Tag als obere Zufuhrmenge ohne unerwünschte Wirkungen angesehen, für Kinder entsprechend des niedrigeren Körpergewichts niedrigere Dosen. Die WHO hat 0,15-2 mg/kg Körpergewicht als unbedenkliche Dosis bezeichnet, die als Nahrungsergänzungs-mittel täglich und lebenslang ohne nachteilige Wirkungen auf die Gesundheit aufgenommen werden kann. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung wird für die tägliche Zufuhr von Vitamin E aus Nahrungsergänzungsmitteln ein Höchstwert von nur 36 mg vorgeschlagen. Das ist die dreifache Menge der von DACH empfohlenen Tageszufuhr.
Vitamin K
Stoffwechsel
Vitamin K wird im Dünndarm absorbiert. Aus Gemüse werden nur etwa 20% aufgenommen. Im Blut wird es an fetthaltige Partikel gekoppelt und transportiert, und vor allem in der Leber angereichert. Ausgeschieden wird Vitamin K über die Galle und über die Niere.
Funktion
Vitamin K ist als Coenzym bei der Synthese biologisch wirksamer Proteine, die an der Regulation der Blutgerinnung und der Knochenmineralisation beteiligt sind. Die Gabe von Vitamin K –Antagonisten (Cumarine wie Marcumar) verlängert die Gerinnungszeit und erhöht somit das Blutungsrisiko.
Vorkommen
Vitamin K kommt reichlich im grünen Gemüse (100-750 µg/100 g) und in Fetten und Ölen (50-200 µg/100 g) vor. Wenig Vitamin K ist in Leber, Muskelfleisch, Eiern und Milchprodukten (0,5-15 µg/100 g), Getreide und Früchten (0,1-3 g/100 g) enthalten.
Bedarf
Ein ernährungsbedingter Mangel an Vitamin K ist beim Gesunden nicht zu befürchten. Über den Bedarf gibt es nur Schätzwerte. Jenseits des Neugeborenenalters wird eine tägliche Zufuhr von 1 µg/kg Körpergewicht wird empfohlen. Mehrbedarf besteht bei Neugeborenen vor Ansiedlung der Darmflora.
Bei Neugeborenen und gestillten Säuglingen ist das Risiko eines Mangels an Vitamin K mit der Gefahr von Blutungen gegeben. Deshalb wird eine orale Gabe von 2 mg Vitamin K direkt nach der Geburt empfohlen sowie in den ersten beiden Lebensmonaten (U1 und U3) Vitamin.
Während der Stillzeit kann Vitamin K als Nahrungsergänzung von Vorteil sein.
Bedeutung für die Gesundheit
Gesundheitsgefährdungen durch Vitamin K aus der Nahrung oder aus Nahrungsergänzungen sind nicht zu befürchten. Bei gemischter Kost ist auch mit einem Mangel an Vitamin K nicht zu rechnen.
Risikocharakterisierung
Vitamin K ist bei der Blutgerinnung beteiligt. Unter der Behandlung mit Cumarinen (z.B. Marcumar, notwendig bei Patienten wegen erhöhter Thrombosegefahr z.B. nach Herzinfarkt) wird die Wirkung von Vitamin K gehemmt. Damit ist gefährliche Thrombosebildung weitgehend gebannt, aber verminderte Gerinnung bedeutet ein erhöhtes Blutungsrisiko.
Wenn unter der Therapie mit Cumarinen die Zufuhr von Vitamin K erhöht wird, z.B. durch Umstellung der Ernährung auf reichlich Blattgemüse oder wenn Nahrungsergänzungsmittel notwendig werden, die den 1-2-fachen Tagesbedarf an Vitamin K enthalten, wird auch die Thromboseneigung wieder erhöht und die Dosis von Cumarinen muss gegebenenfalls erhöht werden.
Bei gleich bleibender Ernährung ist für Patienten unter Therapie mit Cumarinen keine besondere Ernährung erforderlich.


