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28.

April

2010

Proteine zum Frühstück

Neben Kohlenhydraten und Fetten sind die Proteine (Eiweiße) der dritte Baustein einer ausgewogenen Ernährung. Expertenangaben über die täglich benötigte Eiweißmenge weichen stark voneinander ab. Nach Empfehlungen der “Deutschen Gesellschaft für Ernährung” sollten Erwachsene ca. 0,8g – 1g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen; Kinder, Schwangere und stillende Mütter haben einen erhöhten Eiweißbedarf genauso wie kranke Menschen und Sportler.

Proteine bestehen aus 20 verschiedenen Aminosäure, d.h. sie bestehen aus Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel. In Proteinen können mehr als 1000 Aminosäure enthalten sein. Die unterschiedliche Aneinanderreihung der verschiedenen Aminosäure bestimmt die spezifischen Eigenschaften jeden einzelnen Proteins.In jeder Zelle gibt es ca. 4000 – 5000 verschiedene Proteine.

Proteine erfüllen vielfältige lebenswichtige Funktionen. Als Bestandteil aller Zellstrukturen, Enzymen, Hormonen, Antikörpern und Transportproteinen sind sie für die Aufrechterhaltung und Steuerung nahezu aller physiologischen Funktionen verantwortlich. In Hungerzeiten können Proteine auch zur Energiegewinnung herangezogen werden.

Alle Proteine werden bei der Verdauung in einzelne Aminosäure zerlegt und diese einzelnen Aminosäuren gelangen ins Blut und von dort in alle Zellen.
Einige Aminosäuren (neun von 20) sind essenziell, d.h. der Körper braucht sie und weil er sie nicht selbst bilden kann, müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. Besonders bei körperlicher Betätigung und im Kraftsport werden essenzielle Aminosäuren verstärkt gebraucht.

Aufbau und Abbau von Proteinen, d.h. die Bilanz muss ausgeglichen sein und erfordert tägliche Zufuhr. Wenn die Zufuhr zu gering ist, wird wichtiges körpereigenes Protein abgebaut. Das kann zum Abbau der Muskelmasse, zu Wachstumsstörungen, zu Fettleber, Blutarmut und zur Schwächung des Immunsystems führen. Eiweissmangelstörungen kommen in den industrialisierten Ländern zwar sehr selten vor, da der Proteinbedarf im Regelfall ausreichend gedeckt wird. Aber unter Stressbedingungen, bei Sportlern und während der Gewichtsabnahme ist ein erhöhter Proteinbedarf vorhanden. Bei Sportlern und während Gewichtsabnahme ist der Bedarf bis auf 1,5 g/kg KG zu erhöhen, bei Leistungssportlern oder einem Gewichtsverlust von mehr als 1 kg/ Woche kann der Bedarf bis zu 2 g/kg KG betragen.

Besonders proteinhaltige Lebensmittel sind mageres Fleisch, magerer Fisch, Eier, Milchprodukte (besonders Käse), Nüsse und Hülsenfrüchte.
Während stärkerer körperlicher Aktivität oder während einer Gewichtsabnahme ist die täglich notwendige Proteinmenge durch Zufuhr proteinreicher natürlicher Nahrungsmittel nur schwer zu erreichen. Die proteinreichen Lebensmittel enthalten leider oft auch unerwünscht viel Fett. Herbalife PPP enthält reines Protein. Einem Shake zugegeben kann die Zufuhr von Protein ohne weitere zusätzliche Kalorien problemlos und idealerweise erhöht werden.

Früher ging man davon aus, dass tierisches Eiweiß hochwertiger sei als pflanzliches Eiweiß und vom Körper besser aufgenommen werden kann. Es kommt aber nicht darauf an, woher das Eiweiß stammt, sondern auf die Aminosäurenzusammensetzung der Proteine. Wichtig ist, dass alle Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und dass der Bedarf an essenziellen Aminosäuren gedeckt wird. Für die Qualität des Proteins ist der PDCAAS (Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score) maßgebend. Dieser Wert gibt an, wie weit die Aminosäurezusammensetzung dem Bedarfsmuster des Menschen entspricht und berücksichtigt auch die Verdaulichkeit des Proteins und die Resorption aller Aminosäuren. Danach ist Sojaprotein das pflanzliche Protein mit der höchsten Qualität und erreicht nahezu die höchste Qualitätsstufe, die das Eierprotein aufweist.
Ein anderes Maß für die Qualität der Proteine ist die biologische Wertigkeit. Die höchste biologische Wertigkeit, die man bisher gefunden hat, setzt sich aus 36% Protein aus Ei und 64% Kartoffelprotein zusammen. Gegen die Erhöhung der Zufuhr des Proteins durch tierische Produkte spricht aber der gleichzeitige Fettgehalt vieler eiweißreicher Lebensmittel. Glücklicherweise gibt es aber auch noch andere hochwertige Proteinquellen, denn sicher möchte sich niemand nur von Eiern und Kartoffeln ernähren. Auch strenge Vegetarier und Veganer können ihren Eiweißbedarf durch die sinnvolle Auswahl entsprechender pflanzlicher Proteinquellen decken.

Zum Frühstück sollten wir schon ungefähr ein Drittel des Tagesbedarfs an Eiweiß aufnehmen, um die während der Nacht verbrauchten Reserven aufzufüllen und um am Vormittag leistungsfähig zu sein. Außerdem weisen verschiedene Studien darauf hin, dass eine erhöhte Proteinzufuhr das Hungergefühl reduzieren kann und somit einen Diäterfolg begünstigt. Zusätzlich wirkt sich erhöhte Proteinzufuhr beim Sport positiv auf den Muskelaufbau aus.

Geeignete Frühstücksproteine sind:

  • Joghurt oder Magermilch (passend zu unserem zuckerfreien Müsli)
  • eine Handvoll Nüsse (150 Kcal, 6 g Protein, 3 g Ballaststoffe), gerne auch gemischt mit ungeschwefelten Trockenfrüchten
  • selbstgemachter Kräuterquark
  • Käse
  • fettarme Geflügelwurst, geschnittene Putenbrust oder Putenbrust in Aspik
  • auch ein Stück Schinken ist erlaubt (dazu passt Vollkornbrot ausgezeichnet, welches übrigens auch einen nicht geringen Anteil an Proteinen enthält)
  • wer Fisch auch schon zum Frühstück mag, darf auch hier zugreifen, allerdings sollten es keine “fetten” Fischsorten sein
  • und wenn es mal besonders schnell gehen muss, kann auch ein Proteinshake den ersten Eiweißbedarf des Tages decken, und wenn der Proteinbedarf erhöht ist, kann PPP (Personalized Protein Powder) dem Proteinshake zugefügt werden.